Neue Ideen für historische Immobilie
Lange schien es so, als wenn das Haus „Bahnhofstraße 38“ zur Ruine verkommen würde. Jetzt ist klar: Es gibt mit Arif Sanal einen neuen Eigentümer und der hat auch mehrere Ideen, wie es mit dem zum Teil denkmalgeschützten „Kükerschen Haus“ weitergehen soll. Die ehemalige Eigentümerin des Ensembles, zu dem auch ein weiteres Haus auf dem Grundstück gehört, hat bereits ein Unternehmen beauftragt, den kompletten Müll und die Vegetation im Außenbereich zu räumen. Dadurch wurde auch ein weißes Haus sichtbar, das bislang verborgen hinter Bäumen und Gestrüpp war. Vor vielen Jahren hatten die ehemaligen Eigentümer hier ein Projekt geplant, bei dem Fahrradtouristen eine Unterkunft finden sollten. Verwirklicht wurde es nie. Das Haus soll nun abgerissen werden, verkündete Sanal auf Nachfrage: „Die Fußböden sind durch Wasserschäden komplett verrottet!“ Seit nunmehr zwölf Jahren ist Sanal im Gespräch mit der Familie Breitfeld-Markowski und nutzt bereits den Gewölbekeller des historischen Hauses als Lager. Anfangs, so Sanal, habe er von einem Hotel an dieser Stelle geträumt und im Geist schon den Frühstücksraum im denkmalgeschützten Holzanbau Richtung Bahnhofstraße gesehen. Heute favorisiere er altersgerechte Wohnungen in einer der Bestlagen Rintelns. Dazu habe er bereits Kontakt aufgenommen mit einem Freund aus Bremen, der in genau dieser Branche sehr aktiv sei. So baue er in Cuxhaven gerade einen größeren Komplex für Senioren. Sanal scherzt: „Zuerst, als ich noch jünger war, dachte ich an einen Club im Keller, dann an ein Hotel und jetzt, mit 58, an Seniorenwohnungen!“ Und Sanal ergänzt: „Da könnte ich mir schon sehr gut vorstellen selbst zu wohnen!” Doch was genau am Standort entstehen wird, hängt auch von Verhandlungen mit potenziellen Investoren zusammen. Eines verspricht Sanal aber schon heute: „Der schön verzierte Holzvorbau von etwa 1890 bleibt und dazu suche ich noch einen Tischlerbetrieb, der sich eine Sanierung zutraut!“ Einen genauen Zeitplan für die Umsetzung der Ideen gibt es noch nicht. Das hängt ab von den Investoren und dem genauen Plan für die weitere Nutzung. Fest steht allerdings: Es geht voran!