(Rinteln) | Schaumburger Wochenblatt

Termin. (Foto: placeholder)

Nächster Termin fürs Repaircafé Rinteln

Am Samstag, 5. April, öffnet das Repaircafé Rinteln erneut seine Türen im Mehrgenerationenhaus in der Ostertorstraße 2. Von 15 bis 18 Uhr haben Besucher die Möglichkeit, defekte Haushaltsgeräte, Textilien und Fahrräder gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern vor Ort zu reparieren. Für die Reparatur von Fahrrädern wird um eine vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0177-4118234 gebeten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Während der Wartezeit können sich die Gäste bei Kaffee und Kuchen austauschen.
(v.l.n.r.): Baudezernent Stefan Eggert-Edeler, Bürgermeisterin Andrea Lange, Stefanie Brockschmidt als Vermarkterin der Grundstücke und Wirtschaftsförderer Daniel Jakschik freuen sich, dass die hochattraktiven Bauplätze zu angemessenen Konditionen direkt durch die Stadt verkauft werden können.  (Foto: ste)

Jetzt startet die Vermarktung von Baugrundstücken

Es war ein Termin mit Symbolcharakter. Während es auf der Anfahrt zum neuen Baugebiet „Kurt-Schumacher-Straße West” in der Rintelner Südstadt leicht regnete, schien dort noch ein wenig die Sonne. Als wenn das neue Baugebiet Werbung für sich und die dort zur Verfügung stehenden 36.000 Quadratmeter mit 22 Grundstücken machen wollte. Bürgermeisterin Andrea Lange, Daniel Jakschik von der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung, Baudezernent Stefan Eggert-Edeler und Stefanie Brockschmidt, die für die Vermarktung der Grundstücke zuständig ist, freuten sich, dass die Stadt Rinteln endlich einmal wieder in Eigenregie ein Baugebiet vermarkten kann. Das, so Lange, schlage sich auch auf den Preis nieder, der mit unter 200 Euro pro Quadratmeter hochattraktiv auch für junge Familien sei. Zudem gibt es auch noch einen Kinderbonus in Höhe von 2.500 Euro pro Kind für 14 Grundstücke des Vermarktungsbereichs eins. Insgesamt gibt es drei Vermarktungsbereiche für Einfamilienhäuser, Doppel- und Reihenhäuser und auch Mehrfamilienhäuser mit Grundstücksgrößen von knapp 600 Quadratmetern bis zu 3.500 Quadratmetern Fläche. Interessenten können sich ab sofort unter 05751/403157 (liegenschaften@rinteln.de) an die Stadtverwaltung (Stefanie Brockschmidt) wenden und dort weitere Informationen erhalten. Gibt es mehr Bewerber als vorhandene Bauplätze, werden die Grundstücke in einer notariellen Auslosung vergeben. Die Bewerbungsfrist endet am 5. Mai. Auf der Homepage der Stadt Rinteln www.rinteln.de wird über die Vergabekriterien, die Grundstücksgrößen mit Preisen, die Bebaubarkeit sowie den Bewerbungsprozess informiert. Die Stadt Rinteln freut sich auf zahlreiche Bewerbungen und darauf, das Neubaugebiet „Kurt-Schumacher-Straße West” gemeinsam mit engagierten Bauherren, Investoren und Familien zu einem lebendigen Wohnquartier zu entwickeln.
„Platz der guten Gaben”
Musikalisches OsterspielAfrikanisches Trommeln in der VHSAktiv und Inklusiv
BilderBuchKino
„Du hast die Wahl” - Abendgottesdient in JohannisGründer erhalten vielfältige Hilfestellungen
Info-Veranstaltung Arbeitsrecht
Japanische Sprache entdecken – VHS Schaumburg bietet neue Kurse für AnfängerSteuererklärung, Elster & Co.
Stadtwerke-Kundencenter steht für Fragen bereitInformationen aus erster Hand 
Dieter Nolting erhält vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Markus Meier die silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. (Foto: ste)

Stimmung in Teilen der Wehr vergiftet

Es ist ein Szenario, das man in einer kameradschaftlich geprägten Gruppe, in der alle aufeinander im Einsatzfall zu 100 Prozent angewiesen sind, nicht braucht. In der Stützpunktwehr „Unter der Schaumburg“ gibt es offensichtlich Tendenzen einzelner Kameraden, die Stimmung in der Wehr zu vergiften. Und das ist so ausgeprägt, dass Ortsbrandmeister Roman Stasitzek und seine neue Stellvertreterin Jessica Nolting dies auch öffentlich auf der Jahreshauptversammlung der Wehr verkündeten. Die Stützpunktwehr ist 2019 aus der Fusion der Wehren aus Deckbergen und Schaumburg hervorgeganen, dann kamen noch die Kameraden der aufgelösten Wehr Westendorf dazu. Verunglimpfende Briefe gegen die Führung und der Rücktritt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Andreas Neudörfer sind die Folge der Unstimmigkeiten in Teilen der Wehr. Dieter Nolting als Sprecher der Aktiven zeigte besonders klare Kante: „Bei uns Aktiven läuft alles rund, nur in der Gesamtwehr spielen sich einige merkwürdige Sachen ab. Auf Querulanten können wir gut verzichten!“ Dabei steht die Wehr gut da, hat 14 Kinder in der Kinderfeuerwehr, 26 in der Jugendfeuerwehr, 58 in der Einsatzabteilung („...auf 48 kann ich zählen“, so Roman Stasitzek) und 26 Mitgliedern in den beiden Altersabteilungen. Auch die Ausrückzeiten der Wehr mit durchschnittlich drei Minuten sind vom Feinsten und Ausbildungsleiter Jan Bradt ist sich sogar sicher: „Unsere Wehren sind fachlich und menschlich zusammengerückt!“ Wer hinter den Anfeindungen der Führung steckt: Öffentlich kein Statement! Doch klar ist auch: „Von den 58 Aktiven kann ich auf 48 zählen“, so Roman Stasitzek. Und das ist schon eine beachtliche Zahl. Bürgermeisterin Andrea Lange mahnte daher auch: „Wer im Team gut arbeitet, kann so manchen Sturm bewältigen!“ Und sinnbildlich „Stürme“ gab es genug für die Wehr, denn die Aktiven mussten zu 33 Einsätzen ausrücken, darunter auch acht Brandeinsätze im eigenen Zuständigkeitsbereich.
Rasern wird jetzt durch ein Verbot auf der K 74 der Hahn abgedreht. Leidtragend sind alle diejenigen, die sich nicht an diesen illegalen Rennen beteiligten.  (Foto: ste)

Schluss mit lustig auf der Unabhängigkeits-Rennstrecke

2013 war ein von der Stadt für die ehemalige Rennstrecke auf der Unabhängigkeitsstraße (K 74) verhängtes Fahrverbot für Motorräder gekippt worden. Der Tenor des Urteils: Lärmbelästigung reicht für eine Sperrung der Straße nicht aus! Jetzt hat die Stadt ihre Hausaufgaben besser gemacht und nicht nur mit versteckten Geschwindigkeitsmessanlagen die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten gemessen, sondern auch noch intensiv das Unfallgeschehen der letzten beiden Jahren ausgewertet. Die Begründung für eine Straßensperrung für Motorradfahrer nun: Überhöhte Geschwindigkeiten und vermehrtes Unfallgeschehen. Mit dieser Begründung hat das Fahrverbot für Motorräder auch bei einer gerichtlichen Überprüfung erheblich mehr Chancen auf Fortbestand. Und so gilt ab sofort: Von 14 bis 22 Uhr dürfen Motorräder die K 74 nicht mehr befahren. Damit, so die Idee der Stadt Rinteln, sei auch der Verhältnismäßigkeit Rechnung getragen, denn in den Vormittagsstunden habe es kaum unfallträchtige Situationen gegeben und die Pendler würden davon profitieren. Allerdings, so Bürgermeisterin Andrea Lange auf der letzten Ratssitzung, habe man die Situation auf der K 74 weiter im Blick: „Bei Bedarf wird nachgeschärft!“ Heißt konkret: Sollte sich die Raserszene am Wochenende auf die Stunden vor 14 Uhr verlagern, wird die Stadt schnell darauf reagieren. Für Antje Rinne (RI-Fraktion) eine sehr erfreuliche Mitteilung, kämpft sie doch lange schon für ein Motorradverbot auf der K 74. Eine entsprechende Beschilderung wurde bereits an der Einmündung Lustgartenstraße und im Ortsteil Bernsen aufgestellt.
Das Artenschutzhaus der Firma Reese aus Möllenbeck in Stemmen ist ein Vorzeigeprojekt in Sachen Natur- und Artenschutz. (Foto: ste)

Neues Leben in altem Haus

Artenschutzhäuser eignen sich als Ausgleichsmaßnahmen zu Eingriffen in die Umwelt und bieten verschiedenen Tierarten Ersatzquartiere. Ein besonders gelungenes Artenschutzprojekt in Form eines solchen Hauses betreibt die Unternehmensgruppe Reese in Stemmen. Mit diesem zukunftsweisenden Projekt wird nicht nur ein neuer Lebensraum für teils bedrohte Tierarten geschaffen, sondern auch ein interaktives Bildungsangebot für Naturfreunde und Interessierte etabliert, welches ab sofort als virtueller Rundgang auch online erlebt werden kann. Der digitale Rundgang bietet detaillierte Einblicke in die architektonischen Maßnahmen und die ökologischen Konzepte des Projektes und somit einen barrierefreien Zugang zu jeder Jahreszeit, ohne das Brutgeschehen zu stören. Der Rundgang bietet darüber hinaus die Möglichkeit kontinuierlich Daten und Medien wie Videos hinzuzufügen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Informationstafel direkt vor dem Gelände, die fundierte Hintergrundinformationen zu den umgesetzten Maßnahmen und den fachlich spannenden Ergebnissen des laufenden Monitorings präsentiert. 2020 richtete die Kieswerks H. Pampel GmbH & Co. KG das Haus ein. Im Keller ist ein Winterquartier für Fledermäuse und Amphibien, Nisthilfen für Vögel und Insekten wurden im Restgebäude installiert. Begleitmaßnahmen waren eine Begrünung der Außenfassade sowie die Anlage einer Obstwiese. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Tiere das Angebot annehmen. Es konnten mindestens 21 Vogelarten nachgewiesen werden, für mindestens neun Fledermausarten konnte mithilfe von bioakustischen Erfassungen die Nutzung des Areals als Jagdhabitat und Quartier festgestellt werden. Die angelegten Gewässer auf dem umgebenden Gelände bieten dem in Niedersachen als gefährdet eingestuften Kammmolch einen geeigneten Lebensraum. Steinmarder und Waldkauz machen es sich im Schornstein gemütlich. Das Projekt, so heißt es vom Unternehmen, sei ein herausragendes Beispiel für praxisnahe, innovative Lösungen, die den Erhalt unserer Lebensräume fördern. Unter https://www.artenschutzhaus-stemmen.de hat man jetzt virtuelle Einblicke in das Haus und kann sich – ohne die Tiere zu stören – über den Mehrwert für den Naturschutz informieren.
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