Schulwege in der Oststadt | Schaumburger Wochenblatt

05.04.2025 10:37

Schulwege in der Oststadt

Bleibt gesperrt: Der Bahnübergang Luther Weg. (Foto: tau)
Bleibt gesperrt: Der Bahnübergang Luther Weg. (Foto: tau)
Bleibt gesperrt: Der Bahnübergang Luther Weg. (Foto: tau)
Bleibt gesperrt: Der Bahnübergang Luther Weg. (Foto: tau)
Bleibt gesperrt: Der Bahnübergang Luther Weg. (Foto: tau)

Über das Thema Schulwegsicherheit in der Oststadt ist im Stadtrat letzte Woche wie auch bei einem Treffen von Elternvertretern und dem Fachdienst Schulen zu Beginn dieser Woche diskutiert worden. Die Vorsitzende des Fördervereins der Oststadtschule, Laura Vargovic, schilderte dem Stadtrat die Problemlage, die mit der anstehenden Schließung des Bahnübergangs Luther Weg verbunden ist. Rund 70 Kinder sind betroffen. Sie müssen bis zur Fertigstellung einer Unterführung Ausweichrouten nutzen. Immerhin gibt es drei, die allerdings von den Eltern kritisiert werden (wir berichteten).

Gefragt wurde daher, welche Unterstützung der Stadtrat im Rahmen der Schulwegsicherung leisten könne. Bürgermeister Carsten Piellusch wies auf die drei Varianten hin und äußerte Verständnis für die Bedenken der Eltern. Immerhin sei eine Geschwindigkeitsreduktion auf der Hochstraße auf 50 km/h erreicht worden. Die Stadt stehe auch mit der Region in Kontakt, die für die Schülerbeförderung zuständig ist. Ob ein zusätzlicher Busverkehr für Kinder, die westlich der Bremer Bahn zu Hause sind, ermöglicht werden kann, ist unklar. In dieser Woche gab es dazu noch keinen neuen Sachstand, wie der Stadtanzeiger auf Nachfrage erfuhr.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Ehlerding sagte, dass der Stadtrat natürlich an einer praxisnahen Lösung interessiert sei. Das Angebot eines Gesprächs zwischen Verwaltung und den Betroffenen wurde daher begrüßt. Allerdings gab es bei dem Austausch keine neuen Ideen, wie Stadtsprecher Daniel Pfingsten auf Nachfrage sagt. Mit der Bahn solle noch einmal gesprochen werden, um die alternative Route über den Blumenauer Kirchweg sicherer zu gestalten. Dabei geht es um mögliche Zugänge zu den Bahngleisen der Bremer Bahn. Die Idee, Zäune entlang der Hochstraße aufzustellen, ist hingegen verworfen worden, weil diese die Sicherheit nicht erhöhen, sondern eher die Gefahr besteht, dass einzelne oder mehrere Elemente in die eine wie auch in die andere Richtung umfallen könnten.

Die Tatsache, dass es gleich drei Umleitungen gibt, hebt der Sprecher als positiven Aspekt hervor, auch im Vergleich zum bislang bestehenden Schulweg über den Bahnübergang Luther Weg. ”Auch diese Strecke gehört nicht zu den einfachsten Stellen im Stadtgebiet”, so Pfingsten. Die Sorgen der Eltern werden dennoch ernst genommen. Ratsherr Klaus-Jürgen Maurer (FDP) teilte beispielsweise die Einschätzung, dass ein Schulweg über die Hochstraße zu gefährlich sei, obwohl dieser deutlich breiter als andere Fußwege ist. Und Marvin Nowak (Grüne) verwies auf die Sitzung des Schulausschusses. Auch hier bestand ein großes Interesse, dass die Schüler sicher zur Schule kommen.

Dauerhafte Sperrung

Ab Mitte/Ende April wird der Bahnübergang Luther Weg dauerhaft gesperrt. Autos dürfen dort nicht mehr fahren. Die Vollsperrung betrifft zunächst auch Fußgänger und Radfahrer für mindestens 12 bis 15 Monate. Damit ist auch der Schulweg zur Oststadtschule und zum Hölty-Gymnasium unterbrochen. Ersetzt wird der Bahnübergang durch eine Unterführung nur für Fußgänger und Radfahrer.


    André Tautenhahn (tau)
    André Tautenhahn (tau)

    Freiberuflicher Journalist

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