Zum Auftakt näherten sich beide Teams mit Abschlüssen dem gegnerischen Gehäuse an, anschließend bestimmten die Abwehrreihen das Geschehen. Der Ball lief vorwiegend durch das Mittelfeld, viele Fehlpässe prägten die Begegnung. Der TuS wirkte routinierter, die junge Rehrener Mannschaft vor großer Kulisse fahrig. Lüdersfeld versuchte immer wieder, Torjäger Daniel Engwer in Stellung zu bringen. In dieser Phase setzte sich der treffsichere Stürmer jedoch noch nicht entscheidend in Szene. Es war Lüdersfelds Kapitän Matthias Hartmann, der in der 26. Minute den Bann brach. Aus gut 30 Metern Torentfernung zog Hartmann ab und jagte das Leder ins linke obere Tor-Eck der Rehrener. Hatte Lüdersfeld bereits bisher etwas strukturierter aufgespielt, gab die Führung weitere Sicherheit. Rehren versäumte es im Vorwärtsgang immer wieder, den vorletzten und letzten Pass präzise zu setzen. Lüdersfeld hatte so wenig Probleme, die 1:0-Führung in die Halbzeit zu bringen.
Kurz nach Wiederanpfiff kam Rehren zu einer günstigen Möglichkeit. Anschließend war wiederum Rehrens Schlussmann Matthias Kubsch nach schlampigem Rückpass gegen den durchbrechenden Engwer gefordert. In der 55. Minute folgte die wohl entscheidende Szene der Partie. Im schnellen Gegenzug überspielten die Lüdersfelder Rehrens Defensive, dribbelten auch an Schlussmann Kubsch vorbei. Rehrens Malte Grittner blockte den Abschluss von Bujar Ademi auf der Torlinie. Schiedsrichterin Katrin Bethke zog die Rote Karte gegen Grittner und verhängte einen Elfmeter. Zum Ärger der Rehrener, welche die Entscheidung auf Handspiel lautstark anzweifelten. Ademi verwandelte den Strafstoß. Bei hochsommerlichen Temperaturen galt es nun für zehn Rehrener, einem 0:2-Rückstand hinterherzurennen, ohne Kapitän und Abwehr-Chef Grittner. In der 65. Minute erhöhte Lüdersfeld nach feiner Kombination auf 3:0. Matthias Hartmann schob aus kurzer Entfernung ein. Rehren ließ sich nicht hängen, versuchte in Unterzahl noch einmal Druck aufzubauen. In der 78. Minute beförderte Patrick Seegers einen hoch geschlagenen Freistoß per Kopfball zum 1:3 ins Lüdersfelder Tor. Umgehend gab Engwer die Antwort, kurvte durch die Rehrener Abwehr und schloss zum von den Lüdersfelder Fans lautstark umjubelten 4:1 ab. In der 83. Minute traf Lars Metzner mit platziertem Abschluss für Rehren zum 2:4. Couragierte Rehrener gaben in der Schlussphase noch einmal alles. Die Gastgeber hatten noch zwei dicke Möglichkeiten, darunter einen Lattentreffer. Am Ende jubelte der TuS Lüdersfeld. Insgesamt hatte der Kreisliga-Aufsteiger genauer kombiniert, mehr Ruhe am Ball gezeigt und sich ein deutliches Chancenplus erarbeitet. Hätten die Gäste ihre Konter konsequenter ausgespielt, wäre auch ein höherer Sieg möglich gewesen.
TuS Lüdersfeld: Bade, Voelker, Rückert (Haroska), Xhosha, Köpper, Fahlbusch, Zeckel, Stangneth (Stehr), Ademi (Reh), Hartmann, Engwer, Trainer: Dirk Sölter.
MTV Rehren A/R: Kubsch, Bruns (Wenck), Dziony (Seegers), Grittner, Björn Metzner, Bartels, Kaiser, Lars Metzner, Steege, Sieker (Frädermann), Meyer, Trainer: Sandy Röhrbein.
Schiedsrichter: Bethke, Kiesewetter, Harmening.
Im Altherren-Kreispokal-Finale setzte sich der VfL Bückeburg mit 2:0 gegen den TSV Hagenburg durch. Bei den Damen schlug der SC Auetal den TSV Algesdorf II mit 2:0.Foto: bb