Als gutes Beispiel gehe Ostfriesland voran, berichtet Dr. Wolfgang Langhorst, der sich in der Niedersächsischen Staatskanzlei unter anderem mit der Europäischen Charta befasst hat, die bedrohte, traditionell gesprochene Regional- oder Minderheitensprachen schützen und fördern will. Dort werde bereits in den Kindergarten Plattdeutsch gesprochen. Auch Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der Schaumburger Landschaft, kennt ein Beispiel aus den nördlichen Gefilden, wo sich ein Volkshochschulkurs mit der niederdeutschen Sprache beschäftigt. So etwas wäre beispielsweise auch in Schaumburg vorstellbar, begann Hartmut Ahrens, Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Sülbeck, Ideen zu entwickeln, auf welche Art und Weise der Erhalt sowie der aktive Gebrauch der plattdeutschen Sprache forciert werden könnte.
Einige Vereine, Initiativen und Organisationen sind in Schaumburg aktiv dabei, die plattdeutsche Sprache zu kommunizieren und zu nutzen, sind sich die vier Herren einig.
Darauf aufzubauen sei ihr Wunsch und ihre Hoffnung. Karl-Heinz Oelkers, Arbeitsgemeinschaft Spurensuche der Schaumburger Landschaft, ist zuversichtlich, dass das Interesse bei den Schaumburger Bürgern vorhanden sei. Bereits bei den Recherchen zur plattdeutschen Sprache für seine historische Datenbank habe er viel Unterstützung erhalten. Diese wünschen sich nun auch die vier Männer und hoffen auf rege Beteiligung auf dem ersten Informationsabend, der Ideen und Impulse bringen soll. Foto: mr