Während das fachliche Verfahren - angefangen bei der Bedarfsermittlung über die Ausschreibungen bis zur Antragstellung bei der Bezirksregierung - in einer Gemeinschaftsaktion von der Stadt Detmold und dem Kreis Lippe abgewickelt wird, müssen nun die Kommunen entscheiden, ob sie die notwendigen Eigenmittel aufbringen können. Anschließend werden die beiden Projektverantwortlichen, André Gronemeier von der Stadt und Ulrich Stephanides vom Kreis, die umfangreichen Förderanträge erstellen.
„Als IHK empfehlen wir dringend, die Investitionen für Breitband aufzubringen”, appellierte IHK-Geschäftsführer Andreas Henkel an die Kommunen. Eine gute Internet-Anbindung sei für die Unternehmen enorm wichtig, sowohl in den Ortsteilen wie auch in den Gewerbegebieten. Das sehen Gronemeier und Stephanides genauso. Für den Erhalt vieler kleiner Ortsteile sei eine gute Breitbandversorgung essentiell, sind sich beide einig.
Insgesamt ist Lippe auf einem guten Weg, sind sich alle Beteiligten einig. „Wir kommen einer flächendeckenden Breitband-Versorgung im Kreisgebiet immer näher”. Bei der jetzigen Ausschreibung habe es entgegen den Erwartungen auch für sehr kleine Ortsteile Interessenbekundungen von Netzbetreibern gegeben. „Neben der Telekom haben sowohl die Sewikom aus Höxter als auch die EWE-Tel aus Oldenburg interessante Angebote abgegeben. Wie immer wird das wirtschaftlichste Angebot den jeweiligen Zuschlag erhalten, sofern überall ein gemeindlicher Eigenanteil zur Verfügung gestellt werden kann”, betonen Gronemeier und Stephanides. 2015 könnte dann auch hier ein schnelles Internet Einzug halten.