PRO BAHN unterstützt Steinhuder Meer-Bahn

Findet die aktuelle Untersuchung zur Steinhuder Meer-Bahn unterstützenswert: Malte Diehl  (Foto: privat)
Findet die aktuelle Untersuchung zur Steinhuder Meer-Bahn unterstützenswert: Malte Diehl (Foto: privat)
Findet die aktuelle Untersuchung zur Steinhuder Meer-Bahn unterstützenswert: Malte Diehl (Foto: privat)
Findet die aktuelle Untersuchung zur Steinhuder Meer-Bahn unterstützenswert: Malte Diehl (Foto: privat)
Findet die aktuelle Untersuchung zur Steinhuder Meer-Bahn unterstützenswert: Malte Diehl (Foto: privat)

Der Fahrgastverband PRO BAHN e.V. war nicht nur – wie berichtet – mit zwei Vertretern bei der Vorstellung der Untersuchung der Ostfalia Hochschule zur Steinhuder Meer-Bahn vertreten, sondern hat nun auf Nachfrage dieser Zeitung hierzu eine erste Einschätzung abgegeben.

Als Fahrgastverband für alle Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs unterstützt PRO BAHN grundsätzlich die Reaktivierung alter Bahnstrecken. „Wir sind auch Mitglied des aktuellen parlamentarischen Lenkungskreises zur Reaktivierung niedersächsischer Eisenbahnstrecken“, so Malte Diehl, Pressesprecher von PRO BAHN. Das heißt aber nicht, dass PRO BAHN alle potentiellen Reaktivierungen unterstützt. Auch hierbei spielen Kriterien wie ein ausreichendes Fahrgastaufkommen und die überregional positive Auswirkung auf das gesamte Eisenbahnnetz eine Rolle. Beides sieht Diehl bei der Steinhuder Meer-Bahn nach dieser Untersuchung erfüllt. Das Fahrgastpotential – gerade im touristischen Bereich – und die in der Untersuchung vorgestellte Durchbindung in das Netz der S-Bahn Hannover bezeichnet er als durchdacht und essentiell für den Erfolg der Strecke. „Die Kosten in der Größenordnung von 30 Millionen Euro erscheinen im Vergleich zu anderen Reaktivierungsprojekten realistisch, zumal die Strecke großflächig wieder aufgebaut werden muss“, so Diehl.

Nacharbeit nötig

Bei allem Lob gibt es aber auch Kritik. So ist die Nutzwertanalyse nach seinem Dafürhalten nur bedingt aussagekräftig. „Diese muss auf jeden Fall ein Nutzten-Kosten-Verhältnis größer als 1,0 aufweisen, damit die Strecke überhaupt reaktiviert werden kann. Das halte ich auch für sehr wahrscheinlich“, so Diehl. Überarbeitet werden müsste auch das Verkehrskonzept, um den aktuellen Betriebsablauf im Hauptbahnhof Hannover nicht massiv zu stören, wobei da der Ausbau des Hauptbahnhofs das Problem lösen könnte oder alternativ der Bau eines Überwerfungsbauwerks im Hauptbahnhof von den beiden nördlichsten Bahnsteiggleisen zur S-Stammstrecke nach Seelze. Auch beim Betriebskonzept hapert es bei Zugrundelegung der aktuellen Situation. Aber: „Da zwischen Wunstorf und Hannover langfristig ohnehin ein Viertelstundentakt mit der S-Bahn gefahren werden sollte, wäre es am sinnvollsten, diese Linie als zusätzliches Angebot zwischen Wunstorf und Hannover verkehren zu lassen“, so Diehl, der gleichzeitig auf die wenigen verfügbaren Trassen hinweist, da das Land Niedersachsen die seit langem vom Bund geplante Neubaustrecke Bielefeld – Hannover bekämpft.

Trotz aller Widrigkeiten hält Diehl es für sehr unterstützenswert diese Strecke zu reaktivieren bzw. wiederaufzubauen, auch wenn bei der Ausgestaltung eines attraktiven Betriebskonzeptes noch große Hindernisse überwunden werden müssen. Bei diesem Prozess kann PRO BAHN durch die eigene Expertise wie z. B. fahrbare Fahrplankonzepte unterstützend tätig werden.


Verena Walter-Bockhorn (wb)
Verena Walter-Bockhorn (wb)

Freie Journalistin

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