Maurer bedauerte indes, dass der Rückblick Lücken enthalte. Es habe Jahre gegeben, in denen der jeweilige Vorstand offenbar nichts für die eigene Chronik gesammelt hatte: „Vielleicht war ja auch nicht die Zeit dafür”, vermerkte sie angesichts des vielfältigen Engagements. Damals hatte der Ortsverein noch ganz andere Aufgaben zu bewältigen als heute. Da ging es um konkrete Hilfen zum Beispiel für Vertriebene oder um den Versand von Sachspenden in den Osten. Auch die organisatorische Arbeit innerhalb des DRK war eine andere: „Da gab es noch keine Computer für den Schriftverkehr.” Die Beiträge sammelten Straßenwarte monatlich ein: Als Quittung diente eine kleine Klebemarke.
Maurer erinnerte daran, dass sich der Ortsverein nie für ein Engagement zu schade gewesen sei: Zahllose Bastelarbeiten entstanden, um Blutspendern Anreize zur Teilnahme zu geben. Für Seniorenfeiern wurden Zelte und Tische aufgebaut. Wiederholt bedauerte sie, dass das erneute Bemühen, eine Kindergruppe zu gründen, ins Leere gelaufen sei: „Wie gern hätten wir hier den Nachwuchs präsentiert.”
Die stellvertretende Kreisvorsitzende Christina Müller-Kunkel überreichte Maurer einen Ehrenteller zur jetzt vollenden 15-jährigen Amtszeit und sprach die Erwartung aus, auch in Zukunft für den Ortsverein verantwortlich sein zu wollen. Maurer ist die erst sechste Vorsitzende in der 50-jährigen Geschichte. Etliche Mitglieder, die seit dem Gründungsjahr dabei sind, konnten jetzt mit Nadel und Urkunde geehrt werden: Martha Bode, Martha Böger, Ursula Freifrau von Hammerstein, Erika Holk, Hildegard Kiel, Hans-Joachim Kloehn, Anneliese Koller, Elli Lober, Irmtraut Lober, Marie Müller, Gertrud Schünemann, Friedrich Schütte, Inge Watermann, Gisela Weitholz und Günter Wosny. Weitere Auszeichnungen lagen für Christiane Höhle, Ruth Holk, Hertha Kapelle und Renate Thies (jeweils 25 Jahre) und Bärbel Rüschenpöhler (40 Jahre) bereit. Als langjährige Helferin wurde Annemarie Meyer verbschiedet, die besonders bei Blutspendeterminen und Seniorenfeiern wertvolle Arbeit leistete. Auch an den jetzt 83-jährigen Arno Doebel wurde gedacht. Stellvertretend nahm Sohn Hermann die Auszeichnung für den schwer erkrankten Vater entgegen.
Unter den vielen Gratulanten sorgte der Vorsitzende des örtlichen Vereins für Heimatpflege und Fremdenverkehr, Werner Hirt, für eine besondere Überraschung.
Er versprach dem Ortsverein eine Bank, „wie wir sie immer beim 50-jährigen Bestehen eines örtlichen Vereins übergeben”. Auch ein Platz ist schon bestimmt: Sie wird künftig vom Bunnenberg „den schönsten Blick auf das Dorf und die Samtgemeinde bieten”. Foto: al