Eine schlechte Nachricht gibt es doch. Schon jetzt sind die Premiere am 25. Februar und die vier Folgetermine im März restlos ausverkauft. Wer also bislang keinen Platz reservieren ließ, hat das Nachsehen. „Es kann keine weiteren Wiederholungen geben”, heißt es aus dem Ensemble. Der Grund: Gerade erst ist eine erfolgreiche Spielzeit im Lauenauer „Sägewerk” zu Ende gegangen; und einige Mitglieder mischten aktiv beim Karneval in Apelern mit.
Ursprünglich hatten sie nach dem Auftakterfolg im letzten Jahr schon eine Pause einlegen wollen. Aber dann folgten sie dem Drängen von Thomas Rupp und Kirsten Hansing und entwarfen ein weiteres spannendes Szenario. Vor allem wollten sie den Diplombraumeister und Inhaber in der fünften Generation nicht hängen lassen: Den Start der Rupp-Bräu in Lauenau erfolgte vor genau 150 Jahren.
Und so wird gleich nach der Vorsuppe der gruselige Fund einer Leiche die Runde machen. Szenen entwickeln sich rund um Bier und um Intrigen, bis schließlich dem Titel gemäß der „Mörder zum Dessert” präsentiert wird. Das könnte vom Kommissar kommen; das könnte jedoch auch das Publikum ermitteln, das aufmerksam das Geschehen verfolgen und mögliche Beweisstücke begutachten soll.
Noch im Oktober war sich das Autorentrio Annette Gehrmann, Hermann Doebel und Evelyn Möller unsicher, ob Handlung und Dialoge auch wirklich überzeugen. Doch jetzt steht nicht nur Regisseurin Möller voll hinter dem jüngsten Werk. Auch das elfköpfige Ensemble ist voller Spielfreude. Mit eingebunden werden übrigens mit Sven und Svenja Seeger zwei Servicekräfte aus der „Felsenkeller”-Belegschaft. Sie bleiben zwar im Wesentlichen bei einer Statistenrolle, weil sie ja das Publikum zu bewirten haben. Aber irgendwann könnten sie sich vorstellen, auch einmal richtig mitzuspielen. Im nächsten Jahr wird das jedoch bestimmt nicht der Fall sein. „Wir wollen eine Pause einlegen”, machen die Laienspieler deutlich, weil sie sich nicht schon wieder eine überzeugende neue Handlung ausdenken können. Doch gleich darauf öffnen sie sich selbst eine kleine Hintertür: „Vielleicht”, sagt Ensemblemitglied Jens-Peter Hirt, „finden wir ja bei einem fremden Autor noch ein gutes Stück.” Foto: al