Anspannung herrscht sowieso schon genug bei der HSG Schaumburg-Nord. Der Pleite gegen die HSG Langenhagen auf eigenem Parkett folgte ein sehr schmeichelhaftes Remis beim Tabellenschlusslicht TuS Vinnhorst. Da riecht es förmlich nach Krise - oder war es doch einfach nur eine Spur zu viel Hochnäsigkeit durch die Rolle des Spitzenreiters. Lange Zeit in Führung verdaddelte das Team die Führung in der Endphase. Ein wenig mehr Drill könnte der aufstiegsambitionierten Truppe nicht schaden. Falls der Schlendrian weiter anhält, wird die Verfolgermeute die HSG bald stellen. HSG-Coach Claas Wittenberg muss sein Team eindringlich warnen und die Konzentration schüren. Mit den jungen Nachwuchsspielern aus Anderten ist nicht zu spaßen. Die Gäste haben nichts zu verlieren, und die Jungs könnten sich an einen Erfolg beim Tabellenzweiten so richtig ergötzen. Der HSG droht nach den letzten Leistungen nicht nur ein Kampf-, sondern auch ein Zitterspiel.
Ein wenig ruhiger geht es derzeit beim VfL Stadthagen zu. Das Team hat es geschafft drei Punkte gegenüber der Abstiegszone aufzubauen. Kein Ruhekissen, aber wenigstens die Chance zum Verschnaufen. Am Sonnabend, 18 Uhr, gastiert der VfL bei der HSG Langenhagen. Der Anpfiff erfolgt in der SC-Sporthalle in der Leibnitzstraße. Der Gastgeber mischt ganz oben mit und wird sich auf eigenem Parkett keinerlei Nachlässigkeiten erlauben. HSG-Coach Michael Evers erwartet von seiner Mannschaft einen klaren Erfolg. Die HSG-Stärken liegen im Konterspiel und in der Gefährlichkeit von den Außenpositionen.
Die Mittelfeldposition stabilisieren kann der TSV Barsinghausen II. Das Team tritt am Sonnabend, 18.30 Uhr beim Schlusslicht MTV Herrenhausen an. Die Partie wird in der Sporthalle Wendlandstraße in Hannover ausgetragen. Am letzten Spieltag hatte die TSV-Reserve unerwartet beim VfL Stadthagen verloren. Größter Minusfaktor war die Vergabe von vier Strafwürfen. Sogar Trainer Sven Reuther, der erstmals wieder aktiv mitwirkte, trug sich in die Liste der Fehlschützen ein. Die junge Mannschaft vermochte zudem nicht das Fehlen von Routinier Thorsten Baae und Rückraumspieler Philipp Schönbach kompensieren. Beide sind in Langenhagen wieder mit von der Partie, doch an der krassen Außenseiterrolle ändert sich dadurch nichts.