Modernisierungsmaßnahmen beim Asphaltmischwerk | Schaumburger Wochenblatt

Modernisierungsmaßnahmen beim Asphaltmischwerk

Oliver Theiß (li.), Matthäi-Geschäftsführer Anthony Giles, Jürgen Burdorf und Werner Schoch (beide BI), vor der Mischanlage.  (Foto: ab)
Oliver Theiß (li.), Matthäi-Geschäftsführer Anthony Giles, Jürgen Burdorf und Werner Schoch (beide BI), vor der Mischanlage. (Foto: ab)
Oliver Theiß (li.), Matthäi-Geschäftsführer Anthony Giles, Jürgen Burdorf und Werner Schoch (beide BI), vor der Mischanlage. (Foto: ab)
Oliver Theiß (li.), Matthäi-Geschäftsführer Anthony Giles, Jürgen Burdorf und Werner Schoch (beide BI), vor der Mischanlage. (Foto: ab)
Oliver Theiß (li.), Matthäi-Geschäftsführer Anthony Giles, Jürgen Burdorf und Werner Schoch (beide BI), vor der Mischanlage. (Foto: ab)

Mit modernster Technik will Matthäi-Geschäftsführer Anthony Giles die Asphaltproduktion am Stadthäger Georgschacht revolutionieren. Insbesondere die bei der Produktion des Asphaltmischgutes mit der aktuellen Technik kam es immer wieder zu Geruchsbelästigungen in den benachbarten Wohngebieten. Dieses wurde auch von der Bürgerinitiative (BI) gegen das Stadthäger Asphaltmischwerk bemängelt, auch wenn der Vorsitzende der BI, Jürgen Burdorf, bestätigte, dass die in der Vergangenheit vorgenommenen Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung geführt hatten.

Mit dem Umbau auf der Anlage von Heißmischgut mit einer Temperatur zwischen 160 und 180 Grad auf ein temperaturabgesenktes Verfahren mit Temperaturen zwischen 130 und 150 Grad, sollen die Geruchsemmissionen nach Darstellung von Giles zukünftig kaum noch wahrnehmbar sein. Kernelement des veränderten Produktionsprozesses ist die Beimischung sogenannter Additive. Dabei handelt es sich um flüssige, ölbasierte Zusatzstoffe, die neben den niedrigeren Herstellungstemperaturen auch zu einer Qualitätsverbesserung des Bitumens beitragen. Das Ausgasen sowie der Feinstaubanfall werden durch die neue Technik deutlich verringert.

Richtiger Schritt in Richtung Umweltschutz

In Kombination mit der bereits vorhandenen Einhausung und der Schornsteinfilter soll zukünftig keine Geruchsbelästigung mehr feststellbar sein. Für die erforderlichen Umbaumaßnahmen investiert die Firma circa 200.000 Euro. Mit der Investition kommt die Firma Matthäi einer bundesweiten Verpflichtung zur Herstellung von Niedrig-Temperatur-Asphalt zuvor. 2027 wird temperaturabgesenktes Asphaltmischgut Pflicht für alle Produzenten. Neben den genannten Vorteilen für die Bevölkerung bietet das moderne Verfahren weitere Vorteile. Die Energieeinsparung für das Erhitzen des Mischgutes und des Bitumens beträgt circa 30 Prozent. Der Verschleiß an Brennern und Heizgeräten wird reduziert. Neben der Verringerung von Dämpfen und Aerosolen wird weniger CO2 produziert. Letztlich würden die Arbeitsbedingungen in der Nähe der Anlage für die Mitarbeiter, beispielsweise auch die Lkw-Fahrer, verbessert, schilderte der Geschäftsführer der drei Matthäi-Standorte in Stadthagen, Kirchlengern und Nord-Elm. Etwa 5.000 Tonnen des neuen Asphaltes hat das Unternehmen im Vorfeld produziert und ausgiebig getestet. Nachdem bisher die Zusatzstoffe manuell hinzugegeben wurden, soll die maschinelle Produktion im April starten.

Start der Testphase schon 2024

Seit Mitte 2024 hat Die Firma Matthäi gute Erfahrungen mit dem neuen Produkt auf Kreis- und Landstraßen gemacht. Im Landkreis Schaumburg sei der Asphalt auf einer Kreisstraße bei Ottensen eingesetzt worden. Der Einsatz des veränderten Asphaltes auf hochbelasteten Straßen oder auch Flughäfen muss nach Darstellung von Giles noch getestet werden. Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß informierte sich über das neue Produktionsverfahren, ebenso wie die Mitglieder der BI, Jürgen Burdorf und Werner Schoch. Theiß bestätigte die zurückliegende gute Abstimmung zwischen Verwaltung und dem Unternehmen lobte das Bemühen zu einer Verbesserung für die Bürger.

Mit den Worten: „Man kann auch Gutes berichten, wenn man Gutes tut,“ begleitete er die Präsentation von Anthony Giles. „Wir können es nur begrüßen, dass wir in einem Prozess stehen und wir haben den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein“, kommentierten Burdorf und Schoch die Präsentation. Insgesamt kann das Unternehmen bis zu 120.000 Tonnen Asphalt im Jahr produzieren, schilderte Giles, Chef von ungefähr 100 Mitarbeitern.


Axel Bergmann
Axel Bergmann

Freier Mitarbeiter

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