Als Ralf Hachmeister von der bevorstehenden Gründung des Museumsvereins in Bad Nenndorf über SocialMedia in Österreich erfuhr, habe er gleich „mit dem Gedanken gespielt, hier Mitglied zu werden und mitzumachen“, berichtet er dieser Zeitung. Die Coronapandemie bremste ihn aus. Doch jetzt war es soweit, verbunden mit einer besonderen Überraschung: Ralf Hachmeister wurde als 50. Mitglied im Museumsverein Bad Nenndorf aufgenommen, im fünften Jahr des Vereins. Vorsitzender Volker August konnte ihn aus diesem Anlass persönlich im Museum begrüßen und beglückwünschen, was durchaus etwas Besonderes war. Denn der gebürtige Bad Nenndorfer lebt seit vielen Jahren in Wien.
Und nicht nur das. Sein Mandat und seine Tätigkeit als Europa-Gemeinderat seiner niederösterreichischen Wahlheimat Deutsch-Wagram hält ihn in Trapp. Bei allen Reisen ist er dem Staatsbad weiterhin sehr verbunden, betont er. „Ich bin nie wirklich ganz weggezogen. Berufliche Gründe, wie die Bundeswehr und die Arbeit in der Logistikbranche haben mich seit den frühen 90er Jahren selbst viel beruflich herumkommen lassen, von Bremen bis dann schließlich in den 2000er Jahren nach Wien. Aber ich habe immer einen Koffer in Bad Nenndorf.” In all den Jahren ist er durchgängig mit einem Wohnsitz in Bad Nenndorf gemeldet. Sein Vater lebt ebenfalls im Ort. Er dürfte vielen bekannt sein als Inhaber der Dampfbäckerei Hachmeister, die bis 1978 in Bad Nenndorf geführt wurde.
Seit 1794 ist der Standort Hauptstraße 15 in Bad Nenndorf baulich und beruflich durch die Familie Hachmeister geprägt gewesen. Seit diesem Jahr sei stets „ein Hachmeister” an dieser Stelle beheimatet „und auch mein Vater sagt bis zum heutigen Tag gerne und ganz selbstverständlich zu mir: Du bist hier natürlich immer Zuhause - egal was passiert”. Auch wenn seine heutige berufliche Hauptwirkungsstätte in Wien ist und das Caféhaus und der dazugehörige Betrieb seines Vaters auch schon seit nunmehr gut einem Vierteljahrhundert nicht mehr besteht. Der Hauptgrund für die Aufgabe des Caféhauses „lag dabei auf der feststellbar stark rückläufigen Kurgast- und Tagesgastzahlen seit den beginnenden 90er Jahren, dessen wirtschaftliche Auswirkungen ja auch bis heute in Bad Nenndorf nachhaltig zu spüren sind“, erläutert er seine Sicht. Alles habe schließlich seine Zeit. Den Caféhaus-Betrieb aufzugeben und sich neuen, spannenden beruflichen Herausforderungen und Aufgaben zu stellen, das sei bis heute seine Leidenschaft, „die mich letzten Endes beruflich bis nach Österreich gebracht hat.
Seine Unterstützung des Vereins sieht er zunächst auf ideeller Basis. „Alles Weitere findet sich sicher im Laufe der Zeit, so wie sich jetzt zunächst einmal auch die Wege zum Museumsverein durch glückliche Fügung gefunden haben“, so Hachmeister. Mit einem Blick auf die Stadtentwicklung meint er: „Ich bin da sehr zuversichtlich, für eine gedeihliche Zukunft im, für und mit dem Museum Bad Nenndorf e.V.“ Mit der Modernisierung der Landgrafentherme sowie insbesondere der Ausrichtung der Landesgartenschau 2026 würden sich gute Chancen auf eine nachhaltige und prosperierende Zukunft dieser Stadt eröffnen. „Ich werde selbstverständlich am Eröffnungstag der Landesgartenschau in Bad Nenndorf sein und weitere Stippvisiten sind bereits seit Bekanntgabe fixer Bestandteil meiner langfristigen Reiseplanungen.“