Bei der letzten Mitgliederversammlung des Kulturvereines Bückeburg schloss Geschäftsführerin und Kulturmanagerin Johanna Woydt ihren Bericht mit den Worten von Sir Simon Rattle, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker: „Wir dürfen nicht hinter dem Schalter sitzen bleiben und warten, dass die Leute kommen. Wir müssen rausgehen und uns ein neues Publikum suchen. Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, in der sich jeder willkommen fühlt.” Und diesem „Motto” folgt auch der Kulturverein Bückeburg. Ab Oktober startet wieder eine abwechslungsreiche, fantasievolle und kulturell gehobene Saison. Los geht es am 22. Oktober mit dem Göttinger Symphonie Orchester und dem großen Festprogramm anlässlich des 70. Jubiläums des Bückeburger Kulturvereines. Das Konzert beginnt in diesem Jahr so früh, weil im Anschluss eine Feier für alle Kulturvereinsmitglieder geplant ist. Weiter geht auch die Veranstaltungsreihe mit drei Events im Hubschraubermuseum in Anlehnung an die Nachtausgabe mit „Unterhaltung zum Abheben”. Spitzfindiges Finanzkabarett von Chin Meyer gibt es am 25. Oktober zu hören. „Wenn Sie vorher keine Ahnung von Krediten, Anleihen und Aktien hatten, dann haben Sie es spätestens nach diesem Abend”, kündigte Johanna Woydt an. Auch Frank Suchland bringt in dieser Saison wieder die „Poetischen Momente” nach Schaumburg. Beispielsweise der junge Liedermacher Carsten Langner, der sich vor Größen wie Reinhard May oder Hannes Wader nicht verstecken braucht. Ein ganz besonderes Highlight erwartet die Kulturinteressierten am 21. Februar mit keinem geringeren als Ulrich Tukur und seine Rhythmus Boys unter dem Titel „Grüß mir den Mond”: Kostbare Neuigkeiten in kurioser Gewandung – dazu Tukur am Klavier und Akkordeon sowie am Mikrofon. Hinweis für Mitglieder: Diese Veranstaltung ist nicht im Abonnement enthalten. Im Bereich Theater gibt es „Der kaukasische Kreidekreis” von Berthold Brecht auf der Bühne im Rathaussaal zu sehen. Es ist eines der schönsten, reichhaltigsten und von der Form her anspruchsvollste Stück Brechts. 12 Schauspieler spielen knapp 70 Rollen. Eindrucksvolle Masken, Kostüme und ein wirkungsvolles Bühnenbild machen diesen Abend (1. März 2018) zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Schaumburger Bühne bringt in dieser Saison Theo Lingen auf die Bühne mit „Was wird hier gespielt?”– Ein Theaterstück über das Theater von einem, der das Schauspiel gelebt hat. Zu sehen und hören am 27. Januar im Rathaussaal. Eine Empfehlung sprach Johanna Woydt in Richtung junges Theater aus: Der Verein „Just e.V.” nimmt sich dem Stück „Warten auf Godot” von Samuel Beckett an. Johannes Seiler übernimmt wieder Regie. Einen Ausflug nach Paris können die Gäste am 19. November dieses Jahres mit Marie Giroux und Jenny Schäuffelen machen. Die Sängerin und Pianisten liefern „Pariser Flair” und nehmen mit auf eine musikalische Stadtführung mit den Klassikern französischer Chansons. Ein Theaterstück im Le-Theule-Saal wird außerdem Patrick Süsskinds „Kontrabaß” sein. Für die Kinder gibt es gleich zwei tolle Veranstaltungen: „Pippi plündert den Weihnachtsbaum” mit dem Theater auf Tour aus Darmstadt sowie „Peter und der Wolf” vom Figurentheater Seiler aus Hannover. Die liebevoll gefertigten Figuren verzaubern nicht nur die Kinder. Alle weiteren Veranstaltungen finden sich im aktuellen Programmheft erhältlich in der Tourist-Info auf dem Marktplatz. Ebenso gibt es dort nähere Informationen zu den Abonnements. Im Jubiläumsjahr konnte der Bückeburger Kulturverein laut Schatzmeister Hagen Bokeloh eine zusätzliche Spendensumme einnehmen. Mit einer Bilanzsumme von 52.249 Euro hat der Kulturverein laut Bokeloh nun ein „beruhigendes Polster” angelegt. Trotzdem sprach er von einem Verlust von rund 25.000 Euro, da es in der letzten Saison fünf Veranstaltungen mehr gegeben hat. Im Geschäftsjahr 2016/2017 besuchten 4.013 Besucher 20 Veranstaltungen. Die Abo-Erlöse stiegen im Vergleich zur vorherigen Saison um über 11 Prozent auf 14.067 Euro. Foto: Wa