Verein setzt auf Zukunft | Schaumburger Wochenblatt

Verein setzt auf Zukunft

Im Gespräch: Bürgermeister Carsten Piellusch und Elias vom KCL. (Foto: tau)
Im Gespräch: Bürgermeister Carsten Piellusch und Elias vom KCL. (Foto: tau)
Im Gespräch: Bürgermeister Carsten Piellusch und Elias vom KCL. (Foto: tau)
Im Gespräch: Bürgermeister Carsten Piellusch und Elias vom KCL. (Foto: tau)
Im Gespräch: Bürgermeister Carsten Piellusch und Elias vom KCL. (Foto: tau)

Für den KCL Luthe ist die Jugendarbeit ein wichtiger Baustein der Vereinsarbeit. Ohne das große Interesse des Nachwuchses am Motorsport könnte der Verein nicht existieren. Damit diese Leidenschaft und das Engagement nicht abreißen, hat sich der Vorstand dafür entschieden, zwei Elektro-Karts anzuschaffen. Mit 12.500 Euro pro Stück war das ein sehr großer, finanzieller Aufwand für den Verein, sagte der Vorsitzende Karsten Kutz bei der Präsentation auf dem Vereinsgelände. ”Trotz des großzügigen Zuschusses des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt blieb noch eine große Belastung für uns übrig. Wir investieren aber gerne in die Jugendarbeit, weil das unsere Zukunft ist”, so Kutz weiter.

Die Jugendgruppe des Vereins zählt 15 Mitglieder, davon sind neun aktiv auf den Rennstrecken bei Meisterschaften unterwegs. Die Umstellung auf E-Karts ist ein logischer Schritt und kommt gerade beim Nachwuchs super an. Das bestätigt unter anderem der 17-jährige Pilot Elias. ”Die E-Karts bieten ein direktes Fahrgefühl und machen genau das, was du im Kopf hast.” Elias weiß, wovon er spricht. Er kennt auch andere Antriebsarten und hat den Transformationsprozess wie seine Kollegen interessiert mitgemacht. Die E-Karts verfügen über verschiedene Modi, über die sich die Leistung einstellen lässt. Mit einem Akkusatz lässt sich eine Trainingseinheit von zweieinhalb Stunden absolvieren.

Ein großer Vorteil ist die geringere Geräuschentwicklung. Das Aufheulen der Motoren fehlt. Das mag die einen enttäuschen, bedeutet für die anderen aber auch eine Chance. Denn gerade was Trainingsmöglichkeiten anbelangt, haben Vereine wie der KCL Schwierigkeiten, geeignete Flächen zu finden, wo sie fahren dürfen. Derzeit wird jeden Samstag auf dem Gelände der Lebenshilfe in Seelze trainiert. Gern würde man aber wieder nach Wunstorf zurückkehren. Optimal sind Flächen auf Betriebsgrundstücken. Sie bieten ausreichend Platz. Gespräche werden immer wieder geführt, leider bislang erfolglos. Vielleicht fühlt sich der ein oder andere angesprochen, dem KCL einen neuen Trainingsplatz zur Verfügung zu stellen. Mit den E-Karts hat der Verein nun zwei weitere gute Argumente auf seiner Seite. Sie bedeuten weniger Lärm und benötigen weder Benzin noch Öl.

Die Jugendarbeit ist jedenfalls über die Grenzen von Wunstorf bekannt. So starten die Piloten des KCL bei Norddeutschen Meisterschaften, Bundesendläufen und sogar Deutschen Meisterschaften. Als nächstes steht die Stadtmeisterschaft im Jugendkartslalom am 4. Mai auf dem Programm. Austragungsort ist Lindhorst.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)

Freiberuflicher Journalist

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