Suchergebnisse (Fahrradstraße) | Schaumburger Wochenblatt

Dr. Norbert Handke stellt die neuen Leporellos zur Fahrradstraße und Fahrradzone vor.  (Foto: ste)

Radverkehrskonzept geht wieder in dynamische Phase

Lange sah es aus, als wenn das Radverkehrskonzept der Stadt Rinteln ein Schubladendasein erleiden würde. Jetzt kommt frisches Leben in das Konzept, das besonders bei der Rintelner Feuerwehr nicht unumstritten war. Dort befürchtete man Zeiteinbußen bei der Anfahrt zum Feuerwehrgerätehaus. Jetzt weist die Stadt Rinteln eine Fahrradstraße in Exten im Bereich „Im Gallenort“ und „Vor den Höfen“ aus. In diesem Bereich ist für Pkw maximal eine Geschwindigkeit von 30 km/h erlaubt, es gilt die Regel „Rechts vor links“ und Radfahrende haben Vorrang, dürfen nebeneinander fahren, müssen allerdings auch das Rechtsfahrgebot einhalten. Überholen darf man Radfahrende nur mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Eine Fahrradzone wird eingerichtet im westlichen Wohnquartier, eingegrenzt von den Straßen „West-Contrescarpe“, „Graf-Adolf-Straße“ und „Am Steinanger“. Über den „Graebeweg“ zieht sich die Zone dann Richtung Schulzentrum. In einer Fahrradzone ist Anliegerverkehr frei. Das heißt: einfahren darf hier nur, wer ein an der Straße liegendes Grundstück bewohnt oder zu einer Erledigung aufsuchen muss. Durchfahrtsverkehr ist damit nicht mehr erlaubt. Mit der Feuerwehr wurde eine Sondervereinbarung zum Durchfahren der Anfahrtsstrecke zum Feuerwehrhaus getroffen. Radfahrende haben in der Fahrradzone Vorrang, dürfen nebeneinander fahren, müssen das Rechtsfahrgebot einhalten und dürfen nur mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern überholt werden. Die maximale Geschwindigkeit in einer Fahrradzone für Kraftfahrzeuge ist auf 30 km/h begrenzt. Es gilt auch hier: „Rechts vor links!“ Der Fahrradbeauftragte der Stadt Rinteln, Dr. Norbert Handke, hat die Info-Broschüren dazu fertig, ein Banner ist in Auftrag gegeben und bei guten Wetterverhältnissen sollen die Markierungen dazu auf den Straßen angebracht werden. Außerdem soll es eine Info-Veranstaltung in der Aula des Gymnasium Ernestinum geben, die rechtzeitig angekündigt wird. Doch nach der Ausweisung dieser Fahrradstraße und Fahrradzone geht es für den Radverkehrsplaner weiter. Dann müssen Wege aus Krankenhagen Richtung Schulzentrum gefunden werden.
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Leserbrief: Ausbau Fahrradstraße

Zum Artikel vom Samstag, 25. November, zum Ausbau der Bahnhofstraße in Bad Nenndorf: Der streckenweise Umbau der Bahnhofstraße zur Fahrradstraße wird außer immensen Kosten für eine Minderheit in Sachen Sicherheit keine Verbesserung der Situation bringen. Die einseitige Berichterstattung der Anzahl der Radfahrer, die täglich den Bereich nutzen, steht in welchem Verhältnis zu den übrigen Verkehrsteilnehmern. Einzig positiv zu bewerten ist die Umleitung der Schulbusse. Diejenigen, die täglich durch die Bahnhofstraße mit überhörter Geschwindigkeit fahren, werden sich durch die bauliche Veränderung zur Fahrradstraße nicht überzeugen lassen. Ein paar Bäumchen, die neben der Verschönerung und für die Beschattung der Straße gepflanzt werden sollen, werden keinen Beitrag zur Sicherheit leisten. Mit Appellen, oder gar Vernunft derjenigen, die permanent gegen Höchstgeschwindigkeiten verstoßen, kommen die Behörden ebenso wenig heran, wie die quartalsmäßigen Geschwindigkeitsmessungen der Polizei. Es geht nur über den Geldbeutel und über das Punktekonto in Flensburg. Und hier bringt nur eine fest installierte Radaranlage für beide Richtungen die nötige Akzeptanz sich an die Vorschriften zu halten. Für mich erweckt sich der Eindruck, dass diese Maßnahme wie im Artikel zu lesen ist, eine Art Verschönerung zur LGA darstellt, gemäß dem Motto: Guckt mal liebe Radfahrer, wie schön wir diese Straße gestaltet haben.
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