Der Verein für Heimatpflege Auetal, der dieser Tage seinen 40. Geburtstag feierte, fühlte sich von Anfang an für die gesamte Region zwischen dem Bückeberg und Süntel zuständig und brachte dies auch in seinem Vereinsnamen zum Ausdruck. „Wir haben schon vor der Gründung der politischen Gemeinde „Auetal” ganz bewusst den Namen in unsere Satzung geschrieben und uns von Anfang an für die Einheitsgemeinde stark gemacht”, so der Vorsitzende des Vereins, Jörg Landmann, der im Schalterraum der Sparkasse in Rehren vor geladenen Gästen aus Politik und den Vereinen eine Ausstellung zum 40-jährigen Vereinsjubiläum eröffnete.
Ganz besonders begrüßte er die Gründungsmitglieder Wilhelm Struckmeier, Wilhelm Watermann, Günter Hanke, Willi Röbbecke und Hermann Schulte, die im November 1968 zu den 18 Auetalern gehörten, die einem Aufruf zur Gründung eines Heimat- und Verschönerungsvereins gefolgt waren.
Zum 1. Vorsitzenden wurde der Arzt Dr. Armin Brass gewählt, der mit seiner Frau Dr. Karin Brass jetzt in Hannover lebt und aus gesundheitlichen Gründen der Feier nicht beiwohnen konnte. Dr. Brass leitete den Verein bis 1979 und legte die Verantwortung dann in die Hände des damaligen Schulleiters Jörg Landmann, der bis zum heutigen Tage als Rektor i.R. dem Heimatverein vorsteht. In seinem Rückblick erinnerte Landmann an die zahlreichen Aktivitäten, die in der Ausstellung in Themenbereichen zusammengefasst waren. Angefangen hatte es 1969/70 mit der Herrichtung des Tal- und Höhenweges als Wanderweg durch den Süntel und ging weiter über die jährlichen „Grenzbegehungen” am „Horn” bis hin zu den interessanten Vortragsveranstaltungen, von denen es inzwischen über 100 im Auetal gegeben hat. Der Vorsitzende gehört selbst zu den Referenten, die ihre Erlebnisse von Reisen aus allen Teilen der Welt den Besuchern näher brachten. Auf Initiative des Heimatvereins wurde 1982/83 eine 800-Jahr-Feier durchgeführt, weil in einer Urkunde von 1182 einige Auetaler Ortsteile erwähnt wurden. Ein Ergebnis dieser Recherchen war dann die Herausgabe von Heinrich Munks Auetaler Chronik, die, so Landmann, leider schon vergriffen ist. „1984, als nach dem Einsatz unseres späteren „Museumsvaters” Wilhelm Meier aus Hattendorf die Heimatstube Auetal in einem Klassenraum der damaligen Schule in Hattendorf im Beisein des Bürgermeisters Hermann Schwiezer und Landrats Heiner Schoof eröffnet werden konnte, war der Heimatverein mit im Boot und übernahm die Trägerschaft der Einrichtung”, so der Vorsitzende weiter, der in diesem Zusammenhang den ehemaligen „Museumsvätern” Wilhelm Meier und Heinrich Ackmann und dem heutigen Verantwortlichen Karl Hampel für die engagierte Arbeit in dem Kleinod dankte, dass sich inzwischen zu einem ausgewachsenen Museum entwickelt hat. „Ich freue mich, dass wir für die derzeitige erneute Aus- und Umbaugestaltung im Heimatmuseum auch engagierte Helfer haben, die ehrenamtlich tätig sind”, so Jörg Landmann weiter, der namentlich seinen 2. Vorsitzenden Karl Hampel aus Hattendorf, Friedrich Thies aus Kathrinhagen, sowie Fritz Buddensiek und Rainer Bruns aus Rehren nannte. Der Verein zählt heute rund 450 Mitglieder, die bei einem geringen Jahresbeitrag von 7 Euro dafür sorgen, dass die Geschichte auch für nachfolgende Generationen lebendig bleibt.
Der Vorsitzende will nicht nur weitere Auetaler ermuntern, dem Verein beizutreten, er sucht auch noch fleißige Helfer, die beim Umbau und der Neugestaltung des Museums behilflich sind. Denn die „Museumsmacher” haben sich selbst hohe Ziele gesteckt und wollen zum 25-jährigen Jubiläum des Museums am 1. Mai des kommenden Jahres alles fertig haben. Die Ausstellung in der Rehrener Sparkasse mit zahlreichen Bildern und der Vereinsgeschichte ist noch einige Wochen zu bewundern.
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