Bis zum Ende des kommenden Jahres hat die Gemeinde genau zu planen, welche Projekte über das Dorferneuerungsprogramm angegangen werden sollen. Für jeden Euro, den die Gemeinde einplant, bekommt sie von der Europäischen Union einen weiteren Euro dazu.
Doch bevor das Geld aus Brüssel und vom Land Niedersachsen kommt, heißt es: Denken. Und zwar für alle Wiedensahler. Denn Kurt-Ulrich Schulz wünscht sich eine aktive Mitarbeit der Bevölkerung. Dazu solle ein Arbeitskreis Dorferneuerung gebildet werden. Diese Ideenschmiede soll eng mit dem künftigen Planungsbüro zusammenarbeiten. Der Arbeitskreis solle bei seinen Überlegungen raus aus dem Dorf gehen und sich mit den Landwirten zusammensetzen. Über die Fördermittel gäbe es auch Gelder beispielsweise für die Stärkung der Wirtschaftswege.
Gerade in Wiedensahl bieten sich diese Überlegungen an, denn das Dorf ist bis heute sehr kompakt in seiner Hagenhufenstruktur und über kleine Gassen mit den Feldern und Wiesen verbunden.
Damit die zweizeilige Bebauung künftig das Straßenbild prägt, sind bereits zehn leer stehende Gebäude im Visier der Antragsteller. Für sie soll ein langfristiges Nutzungskonzept erarbeitet werden.
An die Planungsphase schließt sich eine rund sechsjährige Umsetzungsphase an. Für alle Projekte, ob von öffentlicher oder privater Hand, gilt: Erst der Antrag, dann die Baumaßnahme.
Wer bereits mit der Sanierung begonnen hat, kann im Nachhinein keine Fördermittel beantragen.
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